Zusammen mehr erreichen: Bürgerproteste gut organisieren
Protestler am Freitag, 20. Januar 2012
Wer durch eine öffentliche Demo wirklich etwas erreichen will, hat dazu genau 2 Möglichkeiten zur Auswahl:
1. Man kriegt so viele Menschen auf die Straße, dass dadurch die ganze Stadt und dadurch natürlich auch die Presse und andere Medien auf einen aufmerksam werden und so das Anliegen im ganzen Land bekannt machen oder
2. Man denkt sich etwas total Verrücktes aus, z. B. eine Nackt-Demo oder eine Faltrad-Demo, die aufgrund ihrer Originalität die Aufmerksamkeit der Menschen und Medien auf sich ziehen.
Je nachdem, wie ernst es einem mit seinen Absichten ist und wie viele Menschen sich potentiell mit dem Protest solidarisieren könnten, sollte man sich schon rechtzeitig für die eine oder andere Variante entscheiden. Denn beide wollen gut organisiert und vorbereitet werden und müssen natürlich auch angemeldet und genehmigt werden.
Besonders originell waren und sind immer die Proteste der Umweltbewegung, weil sie kein Tabu kennen. Sie besetzen Zuggleise und Strommasten, ketten sich an Kräne, Kurzschlussläufermotoren und Schiffe, um deren Inbetriebnahme zu verhindern. Für einen solchen Protest braucht man besonders mutige Bürger. Ebenfalls sorgten die Tierschützer vor vielen Jahren für Aufsehen, als sie mit Spraydosen auf die Träger echter Pelze losgingen. Solche Zwischenfälle ereigneten sich natürlich immer in Begleitung einer Kamera, so dass das Tragen von echten Pelzen ganz schnell zu einer gefährlichen Sache wurde.
Wenig Aussicht auf Erfolg bringen dagegen immer wiederkehrende Proteste, die die jährlichen Herbstproteste in Hannover. Nun gut, dadurch hat das Hannover Hotel vielleicht mehr Kundschaft und viele mitlaufende Menschen glauben, irgendetwas zur Weltverbesserung beizutragen, doch im Grunde ist das nur Verhonepiepelung.