Revolutionen gibt es nicht nur in der Gesellschaft oder Politik. Viele wissenschaftliche Entdeckungen und technische Entwicklungen haben schon oft die Wirtschaft und so manches Weltbild revolutioniert und damit mehr zur Verbesserung unseres Lebens beigetragen als so mancher Marx, Castro, Lenin, Gandhi oder Che Guevara.
Doch mal ehrlich: muss man sie deswegen gleich als Figuren für einen Auto-Werbespot benutzen? So richtig ernst nehmen kann man dieses Video auf http://www.dacia.de/revolution/ irgendwie nicht. Mag schon sein, dass bei der Entwicklung, Herstellung und beim Vertrieb dieses Autos gewisse innovative Ideen umgesetzt werden. Doch gleich von einer Dacia-Revolution für die Bedürfnisse der Menschheit zu sprechen, scheint irgendwie unverhältnismäßig.
Wer glaubt, dass sich Castro, Lenin, Marx oder Che in einem Dacia Duster umher chauffieren lassen würden, hat sich bisher noch nicht groß mit ihrer Biografie beschäftigt. Höchstens Gandhi hätte keine Probleme damit. Und irgendwie vermittelt der Spot auch ein Image, das nicht unbedingt verkaufsfördernd ist: Dieser rote Dacia ist eher was für Kommunisten und arme Idealisten als für zahlungskräftige Bürger. Ob man damit auf dem Automarkt eine Chance hat?
Naja, es sollte wohl auch eher witzig sein, wie sich diese einst so tatkräftigen Revolutionsführer gelangweilt und ohne Aufgabe in den Tag hineinleben, eine neue Revolution herbeisehnen und sich dann mit einem neuen Dacia zufrieden geben. Immerhin ein ganz origineller Gedanke, mit dem der rumänische Automobilhersteller zumindest auf sich aufmerksam gemacht hat.